Der globale Edelsteinmarkt soll von 38,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 72,8 Milliarden US-Dollar bis 2036 wachsen. Laut dem Wealth Report von Knight Frank betrachten mittlerweile 23 % der vermögendsten Privatpersonen weltweit Edelsteine als alternative Investments – gegenüber 18 % vor nur zwei Jahren. Ein Markt, der sich lange im Stillen bewegt hat, beginnt zu boomen.

Doch Zugang war schon immer das Problem. Die Auswahl des richtigen Steins erfordert nicht nur tiefes Fachwissen, sondern auch ein Netzwerk, dessen Aufbau Generationen braucht. Das ändert sich jetzt mit unserem neuen Partner: Carat Investments. Gegründet von Fabian Lauterwasser auf dem Fundament des Schupp Family Office aus Pforzheim – einem Namen in der Edelsteinwelt seit 1744 – bringen sie fast 300 Jahre Marktkenntnisse und internationale Beziehungen auf die Timeless-Plattform. Wir haben uns mit Fabian zusammengesetzt, um euch einen Blick hinter die Kulissen dieses Marktes zu geben – und unseren ersten gemeinsamen Drop vorzustellen: einen 6,39-Karat-Rubin aus Burma, der diesen Dienstag live geht.

Edelsteine sind seit Jahrhunderten eine Wertanlage, und trotzdem ziehen die meisten modernen Investoren sie beim Aufbau ihrer Portfolios nicht in Betracht. Woran liegt das?

Fabian: Weniger an mangelnder Attraktivität, mehr an mangelndem Zugang. Institutionelle und moderne Investoren bevorzugen standardisierte, transparente und liquide Märkte. Der Edelsteinmarkt war historisch das Gegenteil: fragmentiert, intransparent und stark beziehungsgetrieben. Wer nicht das richtige Netzwerk hatte, hatte schlicht keinen Zugang.

Dabei wurden die eigentlichen Qualitäten des Marktes lange unterschätzt: hohe Werterhaltung in Krisenphasen, geringe Korrelation zu klassischen Assetklassen, global verankerte Nachfrage mit kultureller Tiefe – und ein Primärmarkt, der durch erschöpfte Minen stetig schrumpft. Edelsteine waren also nie „unentdeckt”, sie waren schwer zugänglich und in ihrer Komplexität anspruchsvoll. Das nehmen wir allerdings als europäischen Effekt wahr – in anderen Teilen der Welt ist das Verständnis für Edelsteine als Wertanlage deutlich tiefer verwurzelt.

Das ändert sich gerade. Die Infrastruktur wird strukturierter, der Zugang besser. Und zum ersten Mal wird das hochwertigste Segment in einem Umfang investierbar, der für ein modernes Portfolio relevant ist.

Was bestimmt den Wert eines Edelsteins? Was unterscheidet einen schönen Stein von einem Investment-Grade-Asset?

Es gibt nicht ein einzelnes Merkmal, das den Wert bestimmt, sondern das seltene Zusammenspiel vieler Eigenschaften in einem einzigen Stein.

Die Branche spricht von den „4 Cs” – carat, color, clarity und cut – und das ist ein nützlicher Ausgangspunkt. Was wirklich zählt, besonders im Investment-Kontext, ist jedoch das Zusammentreffen mehrerer Qualitäts- und Seltenheitsfaktoren in einem einzigen Objekt. Edelsteine sind multifaktorielle Assets, bei denen Geologie, Seltenheit und Ästhetik auf ganz spezifische Weise ineinandergreifen.

Je mehr dieser Faktoren in einem Stein zusammenkommen, desto stärker steigt sein Marktwert – vor allem im oberen Segment, wo außergewöhnliche Edelsteine schlicht unersetzlich werden.

Wie haben sich Edelsteine historisch entwickelt, und wohin geht der Markt in den nächsten zehn Jahren?

Von der Performance des Edelsteinmarkts als Ganzes zu sprechen, ist nicht nur schwierig – es ist irreführend. Performance ist hier keine Eigenschaft der Anlageklasse. Sie ist das Ergebnis der Auswahl.

Der Diamantenmarkt veranschaulicht das gut. Im Jahr 2025 verloren kleinere Steine deutlich an Wert, während größere Diamanten außergewöhnlicher Qualität zulegten – im selben Marktumfeld. Gleiche Anlageklasse, völlig unterschiedliche Ergebnisse, ausschließlich abhängig davon, welche Steine man hielt.

Für Investoren ist die Schlussfolgerung klar: Es gibt keinen einheitlichen Edelsteinmarkt. Es gibt mehrere Segmente, die sich in sehr unterschiedliche Richtungen bewegen können. Was zählt, ist der Zugang zu den richtigen Steinen und das Fachwissen, sie zu erkennen. Genau deshalb schätzen wir die Zusammenarbeit mit Timeless: Sie ermöglicht uns, selektiv vorzugehen und uns ausschließlich auf außergewöhnliche Qualität zu konzentrieren.

Langfristig bleibt der Ausblick stark. Der Markt wird gestützt durch wachsenden globalen Wohlstand, kulturell tief verwurzelten Nachfragestrukturen und ein begrenztes Angebot. Laut Branchenberichten von LBBW und Allianz haben anlagereife Edelsteine im vergangenen Jahrzehnt Renditen zwischen 11 und 18 % pro Jahr erzielt.

Nächsten Dienstag droppen wir den 6,39-Karat-Rubin aus Burma – den ersten Edelstein unserer Partnerschaft. Was macht diesen Stein zur richtigen Eröffnung?

Was diesen Stein außergewöhnlich macht, ist nicht ein einzelner Faktor, sondern das Zusammentreffen mehrerer seltener Eigenschaften in einem Stück.

Angefangen bei der Herkunft: Rubine aus Myanmar – historisch als Burma bekannt – gelten weltweit als die prestigeträchtigsten, und diese Provenienz allein stellt einen Stein bereits in eine andere Kategorie.

Dann die Größe. Ab fünf Karat werden hochwertige Rubine exponentiell seltener. Bei 6,39 Karat befinden wir uns bereits in einem Segment, in dem wirklich anlagereife Steine äußerst rar sind. Dazu kommen Farbsättigung, Transparenz, Schliff – jeder dieser Faktoren schränkt das Feld weiter ein.

Was diesen Rubin letztlich auszeichnet: All diese Eigenschaften vereinen sich in einem einzigen Stein. Auf diesem Niveau ist Seltenheit absolut. Und Steine wie dieser kommen nur selten auf den Markt.

Gibt es bestimmte Kategorien oder Arten von Edelsteinen, die aktuell an Bedeutung gewinnen und die Investoren besser verstehen sollten?

Ja – und der gemeinsame Nenner ist Knappheit. Edelsteine entstehen in der Natur, was bedeutet: Das Angebot ist per Definition endlich. In mehreren Schlüsselsegmenten des Marktes ist es jedoch nicht nur endlich, es schwindet.

Das bekannteste Beispiel ist die Argyle Mine in Australien, einst die weltweit wichtigste Quelle für farbige Diamanten. Sie wurde 2020 dauerhaft geschlossen. Dieses Angebot ist weg. Ähnliche Dynamiken sind in wichtigen Rubin-Förderregionen zu beobachten, wo die Produktion auf historisch niedrigen Niveaus gesunken ist. Hochwertige Smaragde stehen vor demselben Druck.

Der heutige Markt wird von behandelten Edelsteinen dominiert – Steinen, bei denen Farbe und Reinheit künstlich verbessert wurden. Unbehandelte Steine, bei denen das, was man sieht, rein geologischen Ursprungs ist, sind deutlich seltener. Genau dort konzentrieren sich ernsthafte Investments.

Wer sind heute die wichtigsten Käufer in diesem Markt, und was treibt ihre Nachfrage?

Der Edelsteinmarkt wird oft als Nischen- oder Sammlermarkt missverstanden. In Wirklichkeit ist er zunehmend institutionell geprägt – nur nicht in der Art, wie Investoren das gewohnt sind.

Was diesen Markt interessant macht: Die Nachfrage ist nicht rein renditegetrieben, was tendenziell zu einer stabileren Nachfragestruktur führt als in vielen traditionellen Anlageklassen.

Zu den Kernkäufern zählen heute vermögende Privatpersonen, insbesondere aus Asien und dem Nahen Osten, sowie Family Offices, die Edelsteine als Teil breiterer Diversifikationsstrategien einsetzen. Daneben wächst die Beteiligung renditeorientierter Sammler sowie von Vermögensverwaltern, Versicherern und Pensionsfonds, die selektiv in Sachwerte allokieren.

Die Nachfrage wird letztlich von einem Mix aus Faktoren angetrieben: Diversifikation in greifbare Assets, kulturell verwurzelte Wertschätzung und die einzigartige Kombination aus Vermögenserhalt und Prestige, die Edelsteine bieten. In Zeiten der Unsicherheit, schwindendem Vertrauen in Währungen und geopolitischen Spannungen kann sich diese Nachfrage zusätzlich verstärken.

Der Burma-Rubin 6,39 Karat geht diesen Dienstag um 18:00 Uhr live. Jetzt als Favorit markieren für eine Chance auf Early Access.

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Burma Ruby6,39 cts

Ceylon Sapphire 30,35 cts

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