Klassische vs. alternative Investitionsmöglichkeiten: Was ist der Unterschied?

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Kapitalrendite
  3. Liquidität
  4. Schlussfolgerung

Neben den klassischen Investmentmöglichkeiten wie Aktien und ETFs gibt es weitere spannende Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Diese vereinen sich unter dem Begriff der alternativen Investments und erfreuen sich einer kontinuierlich steigenden Nachfrage. Und das nicht ohne Grund!

Definition:

Bevor die wichtigsten Unterschiede zwischen klassischen und alternativen Investitionsmöglichkeiten betrachtet werden können, müssen beide Kategorien erst einmal definiert werden:

  • Klassische Investitionen:
    Hiermit sind im wesentlichen die bekanntesten Investitionsmöglichkeiten gemeint. Diese werden in drei Arten unterteilt: Bargeld, Aktien und Anleihen.
  • Alternative Investitionen:
    Gemeint sind hier alle Anlageformen, die nicht zu den klassischen Investitionsmöglichkeiten zählen. Dazu gehören unter anderem Collectibles, Immobilien, Rohstoffe, Hedgefonds und vieles mehr.

Kapitalrendite:

Ein Investment wird in der Regel mit dem Ziel getätigt, das eingesetzte Vermögen auszubauen. Deshalb ist die Rendite bei der Betrachtung von Investitionsmöglichkeiten ein wichtiger Faktor. Sie gibt die Veränderung an, die das eingesetzte Kapital in einem bestimmten Zeitraum erzielt. Im direkten Vergleich der beiden Kategorien schneiden alternative Investitionsmöglichkeiten, besonders Collectibles, im Bereich der Kapitalrendite besser ab. Gleichzeitig weisen alternative Investments auch oft eine geringere Volatilität auf, was besonders in Krisenzeiten, wenn der Aktienmarkt starken Schwankungen ausgesetzt ist, die Nachfrage deutlich steigen lässt (McKinsey).

Liquidität:

Historisch gesehen ist einer der großen Unterschiede zwischen klassischen und alternativen Anlagemöglichkeiten die Liquidität der Märkte. Klassische Investitionen sind für den Anleger in der Regel leichter zugänglich und kontinuierlich handelbar. D.h. Investoren können in der Regel mit wenig Zeit, Aufwand und Kosten in klassische Anlagemöglichkeiten investieren. Alternative Anlagemöglichkeiten weisen dagegen eine niedrigere Liquidität als klassische Anlagemöglichkeiten auf. Das bedeutet, dass Investoren einen Vermögenswert nicht so schnell in Bargeld umwandeln können, wie vergleichsweise auf dem Aktienmarkt. Zudem sind die Transaktionskosten von alternativen Investments in der Regel höher, da diese oft nicht vom Investor selbst verwaltet werden können. 

Will man beispielsweise eine Immobilie verkaufen, beauftragt man in der Regel einen Makler, der den Verkauf abwickelt. Für den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs ist abschließend eine Gebühr zu entrichten. Wenn man dagegen eine Aktie verkaufen möchte, kann man dies heutzutage für Gebühren von wenigen Euro über einen Broker abwickeln. Kurz gesagt ist es deutlich einfacher, Aktien eines Unternehmens zu verkaufen, als Anteile an einem Sneaker, Uhr oder Fahrzeug. Allerdings gibt es mittlerweile auch Unternehmen, die sich mit alternativen Anlagemöglichkeiten auseinandersetzen, um die Liquidität zu erhöhen und die Transaktionskosten zu minimieren.

Schlussfolgerung:

Die Vorteile alternativer Investitionsmöglichkeiten lassen sich nicht von der Hand weisen. Diese Investitionsmöglichkeiten zu nutzen, gestaltet sich in der Praxis allerdings doch wesentlich schwieriger. Dies hat verschiedenen Gründe: Fehlender Zugang, hohe Kaufpreise, hohe Unterhaltskosten für die Lagerung, Versicherung & Instandhaltung und vieles mehr.

Klassische Investitionsmöglichkeiten lassen sich dagegen wesentlich einfacher nutzen und auch die Transaktionskosten sind geringer. Allerdings liegen diese im Hinblick auf die Rendite hinter den alternativen Investitionsmöglichkeiten.

Fakt ist: beide Anlagemöglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass du für dich entscheidest, welche Anlagemöglichkeiten für dich und deine Anforderungen an eine Investition geeignet sind.

Element