Allgemeine Geschäftsbedingungen der CONCEDUS GmbH für Vermittlungen durch vertraglich gebundene Vermittler

Die CONCEDUS GmbH mit Sitz in Eckental, geschäftsansässig Schlehenstr. 6, 90542 Eckental (nachfolgend auch „CONCEDUS“ genannt) ist ein zugelassenes Wertpapierinstitut mit der Erlaubnis  zum Erbringen der Anlagevermittlung nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 Wertpapierinstitutsgesetz („WpIG“) und  Anlageberatung nach § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG. CONCEDUS fungiert als Haftungsdach im Sinne des § 3 Abs. 2 WpIG für Vertraglich Gebundene Vermittler. Die Vertraglich Gebundenen Vermittler stellen ihren  Kunden für die CONCEDUS Finanzinstrumente verschiedener Emittenten vor. Über die Vertraglich  Gebundenen Vermittler, die insoweit für die CONCEDUS handeln, können diese Kunden mit den  Emittenten die Zeichnung von Finanzinstrumenten vereinbaren. 

1. DEFINITIONEN 

Für die Zwecke dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten neben den im Text  definierten Begriffen die folgenden Definitionen: 

  • “Angemessenheitsprüfung“: meint die im Rahmen der Anlagevermittlung nach § 63 Abs. 10 des  Wertpapierhandelsgesetzes („WpHG“) durchzuführende Prüfung, bei der CONCEDUS die  Angemessenheit der Finanzinstrumente oder Wertpapierdienstleistungen für die AnlegerInnen  beurteilt. 
  • „AnlegerIn“: meint, unabhängig vom jeweiligen Geschlecht, die/den VertragspartnerIn von  CONCEDUS oder solche natürlichen oder juristischen Personen oder sonstigen Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit, mit denen sich ein Vertrag mit CONCEDUS anbahnt, jeweils ggf.  vermittelt durch einen Vertraglich Gebundenen Vermittler. 
  • „Emittent“: Natürliche oder juristische Person oder sonstige Gesellschaft ohne  Rechtspersönlichkeit, welche das Finanzinstrument auf Grund eines öffentlichen Angebots  ausgibt. 
  • „Finanzinstrumente“: sind Finanzinstrumente im Sinne von § 2 Abs. 5 WpIG. Hierzu zählen  insbesondere Wertpapiere, Vermögensanlagen, Anteile an AIF 1 und OGAW 2 sowie  Kryptowerte. 
  • „Geeignetheitsprüfung“: meint die im Rahmen der Anlageberatung nach § 64 Abs. 3 WpHG  

durchzuführende Prüfung, die erforderlich ist, damit CONCEDUS dem Kunden ein  Finanzinstrument oder eine Wertpapierdienstleistung empfehlen kann, das oder die für ihn  geeignet ist und insbesondere seiner Risikotoleranz und seiner Fähigkeit, Verluste zu tragen,  entspricht. 

• „Privatkundengeschäft“: meint vertragliche Beziehungen mit Privatkunden im Sinne des § 67  Abs. 3 WpHG. 

• „Vertraglich Gebundener Vermittler“: natürliche oder juristische Person oder sonstige  Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit, welche für CONCEDUS im Rahmen von § 3 Abs. 2 WpIG tätig wird. 

2. GELTUNGSBEREICH 

  1. Hinsichtlich der Vermittlung von sowie der Beratung über Finanzinstrumenten wird der  Vertraglich Gebundene Vermittler im Namen (offene Stellvertretung), für Rechnung und unter  der Haftung von CONCEDUS tätig (§ 3 Abs. 2 WpIG). Etwaige Ansprüche gegen den  Vertraglich Gebundenen Vermittler, die aus diesen Dienstleistungen resultieren, können daher direkt gegen CONCEDUS geltend gemacht werden. Von der Haftungsübernahme sind andere  Tätigkeiten als die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG) oder Anlageberatung (§ 2 Abs. 2  Nr. 4 WpIG), insbesondere der Betrieb von Internetplattformen, nicht erfasst. 
  2. Ein Anlagevermittlungsvertrag über Finanzinstrumente kommt zwischen einer AnlegerIn und  der CONCEDUS, vertreten durch den Vertraglich Gebundenen Vermittler, zustande. Der  Vertragsschluss tritt mit Wirkung für und gegen die CONCEDUS ein, sobald der Vertraglich  Gebundene Vermittler (1.) der jeweiligen AnlegerIn mitgeteilt hat, dass er im Namen, für Rechnung und unter der Haftung der CONCEDUS seine Vermittlungsleistung erbringt, (2.) die  Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz abgeschlossen ist und (3.) der Vertraglich  Gebundene Vermittler der AnlegerIn Finanzinstrumente von Emittenten vorstellt. Für die  Vermittlungsleistung gelten neben diesen AGB auch die Allgemeinen Vermittlungsbedingungen  der CONCEDUS, die hier abrufbar sind. 
  3. Ein Anlageberatungsvertrag über Finanzinstrumente kommt zwischen einer AnlegerIn und der  CONCEDUS, vertreten durch den Vertraglich Gebundenen Vermittler, zustande. Der  Vertragsschluss tritt mit Wirkung für und gegen die CONCEDUS ein, sobald der Vertraglich  Gebundene Vermittler (1.) der jeweiligen AnlegerIn mitteilt, dass er im Namen, für Rechnung  und unter der Haftung der CONCEDUS seine Beratungsleistung erbringt, (2.) die Identifizierung  nach dem Geldwäschegesetz abgeschlossen ist und (3.) mit der jeweiligen AnlegerIn ausdrücklich eine Anlageberatung vereinbart wurde.  
  4. Diese AGB regeln das allgemeine Rechtsverhältnis zwischen CONCEDUS und der jeweiligen  AnlegerIn. Ergänzend geltend für die Erbringung von Anlagevermittlungsleistungen die  Allgemeinen Vermittlungsbedingungen (AVB) sowie für die Erbringung von  Anlageberatungsleistungen die Allgemeinen Beratungsbedingungen (ABB).

3. STAATLICHE AUFSICHT 

CONCEDUS ist als Wertpapierinstitut und Wertpapierdienstleistungsunternehmen tätig unter der  Erlaubnis und Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Marie-Curie-Str.  24-28, 60439 Frankfurt am Main oder Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn Telefon: + 49 (0)228 4108- 0, E-Mail poststelle@bafin.de. 

Die Erlaubnis umfasst die Dienstleistungen der Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG) sowie der  Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG. Unabhängige Honorar-Anlageberatung wird nicht erbracht.  CONCEDUS ist nicht befugt, sich bei der Erbringung dieser Dienstleistungen Eigentum oder Besitz an  Geldern oder Wertpapieren der AnlegerInnen zu verschaffen. Für weitere Informationen zur staatlichen  Aufsicht wird auf die Kundeninformationen der CONCEDUS verwiesen, welche sich hier abrufen lassen. 

4. ADRESSEN, KONTAKTMÖGLICHKEITEN, KOMMUNIKATIONSSPRACHE 

Die AnlegerIn kann sich mit Fragen zu den von CONCEDUS vermittelten Finanzinstrumenten  unmittelbar per Telefon, Fax, E-Mail oder Brief an CONCEDUS wenden. Die Sprachen, in denen die AnlegerIn mit CONCEDUS kommuniziert und Dokumente sowie andere Informationen von CONCEDUS  erhalten kann, sind Deutsch und Englisch. 

Die Adresse und Kontaktdaten von CONCEDUS lauten wie folgt: 

CONCEDUS GmbH 
Schlehenstr. 6 
90542 Eckental 

Telefon: +49 (9126) 179 449-0 (allgemeine Fragen) 
Telefon: + 49 (9126) 179 449-4 (Fragen zu Kapitalanlagen und Aufträgen) 
E-Mail: info@concedus.com 
Homepage: https://concedus.com 

Für telefonische Anfragen zu Aufträgen ist ausschließlich folgende Nummer zu verwenden: + 49 (9126)  179 449-4. CONCEDUS ist gesetzlich verpflichtet, die elektronische und telefonische Kommunikation,  soweit diese Kundenaufträge betrifft, aufzuzeichnen. 

Die AnlegerIn wird über den Eingang einer ggf. erforderlichen Beschwerde schriftlich informiert. Hat die  AnlegerIn mit CONCEDUS einen elektronischen Kommunikationsweg vereinbart, kann die Information  auch auf diesem Wege mitgeteilt werden, sofern die Art der Übermittlung es der AnlegerIn ermöglicht,  die Information auszudrucken oder in lesbarer Form zu speichern. 

Aufträge sind grundsätzlich über den Vertraglich Gebundenen Vermittler bei CONCEDUS einzureichen.  Bestätigungen und Bescheinigungen sind in deutscher Sprache abgefasst. Eigene Berichte erstattet  CONCEDUS in einer der genannten Sprachen nach Wunsch der einzelnen AnlegerIn. 

3. KUNDENEINSTUFUNG 

  1. Die AnlegerIn wird vor Abschluss des Anlagevermittlungs- oder Anlageberatungsvertrages von  CONCEDUS grundsätzlich als „Kleinanleger“/„Privatkunde“ in Sinne des § 67 Abs. 3 WpHG klassifiziert (eingestuft). Dies gilt unabhängig von den Kenntnissen und Erfahrungen der  AnlegerIn von und bei Geschäften mit Finanzinstrumenten und anderen Kapitalanlagen. 
  2. Eine Einstufung als „Professioneller Kunde“ oder „Geeignete Gegenpartei“ ist unter Beachtung  des § 67 Abs. 2, Abs. 4 und Abs. 6 WpHG durch eine schriftliche Vereinbarung zwischen der  AnlegerIn und CONCEDUS möglich, wenn und soweit die jeweilige AnlegerIn dies beantragt und gegenüber CONCEDUS die jeweiligen Voraussetzungen für eine Einstufung als „Professioneller Kunde“ oder „Geeignete Gegenpartei“ schriftlich nachweist. Eine Rückstufung  auf „Privatkunde“ ist durch schriftliche Vereinbarung zwischen der AnlegerIn und CONCEDUS möglich, soweit die AnlegerIn dies gegenüber CONCEDUS schriftlich verlangt. 
  3. Die Klassifizierung als „Privatkunde“ führt dazu, dass die AnlegerIn das höchste gesetzliche  Schutzniveau in Bezug auf Anlegerschutz und Transparenz im Rahmen der  Geschäftsbeziehung genießt. Eine Umqualifizierung kann nachteilige Auswirkungen für die  AnlegerIn in Bezug auf den Umfang der Prüfungspflichten von CONCEDUS gegenüber der AnlegerIn vor Auftragsdurchführung haben. 
  4. Finanzinstrumente werden der AnlegerIn in Übereinstimmung mit der Kundenklassifizierung  und der Zielmarktbestimmung des jeweiligen Produktes vorgestellt. 

4. EMITTENTEN 

  1. CONCEDUS stellt AnlegerInnen von Emittenten zur Verfügung gestellte Informationen über  Finanzinstrumente vor. 
  2. Soweit zwischen CONCEDUS und der AnlegerIn nicht ausdrücklich auch die Erbringung von  Anlageberatung vereinbart ist, wird durch CONCEDUS nicht geprüft, ob und inwieweit der  Erwerb von Finanzinstrumenten für die einzelne AnlegerIn wirtschaftlich sinnvoll ist. Diese  Einschätzung trifft die AnlegerIn unabhängig und eigenverantwortlich. Die AnlegerIn wird ausdrücklich auf die in den jeweiligen Angebotsunterlagen und Prospekten enthaltenen Risikohinweise hingewiesen. Die AnlegerIn sollte nur dann Finanzinstrumente erwerben, wenn  sie die Risikohinweise vollständig gelesen und verstanden hat. 
  3. CONCEDUS weist darauf hin, dass durch CONCEDUS keine Bonitätsprüfung der Emittenten  erfolgt und hinsichtlich der von den Emittenten zur Verfügung gestellten Informationen über  Finanzinstrumente nur eine Prüfung auf Plausibilität und Schlüssigkeit des Gesamtbildes  stattfindet. 
  4. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zugänglich gemachten Informationen über  die Finanzinstrumente – auch während deren Laufzeit – sind allein die Emittenten verantwortlich. Dies gilt ungeachtet der von CONCEDUS erfolgten Plausibilitäts- und  Schlüssigkeitsprüfung gemäß dem vorstehenden Absatz 3. 

5. PFLICHTEN DER ANLEGERIN 

  1. Alle für die Vertragsbeziehungen wesentlichen Tatsachen und deren Änderungen hat die  AnlegerIn CONCEDUS unverzüglich mitzuteilen. Wesentliche Tatsachen sind insbesondere die  Kontaktdaten (Name, Anschrift, E-Mail-Adresse) oder steuerliche Ansässigkeit (insbesondere  FATCA-Status). Die AnlegerIn ist verpflichtet, die per E-Mail erhaltenen Nachrichten regelmäßig  zu überprüfen. 
  2. Die AnlegerIn ist verpflichtet, alles ihr Mögliche zu tun, um eine schnelle Bearbeitung ihres  Zeichnungsantrages zu gewährleisten. Hierzu zählt insbesondere die vollständige und  rechtzeitige Übermittlung von Anträgen, Beitrittserklärungen sowie der sonstigen Erklärungen,  die für den Erwerb der vermittelten Finanzinstrumente erforderlich sind. 
  3. Soweit die AnlegerIn nach Aufforderung von CONCEDUS die für den Erwerb von  Finanzinstrumenten erforderlichen Informationen (z.B. Nachweise über  Vertretungsberechtigungen, Legal Entity Identifier für bestimmte Finanzmarktteilnehmer) nicht  oder nicht in der erforderlichen Form zur Verfügung stellt, ist CONCEDUS berechtigt, Anträge  auf den Erwerb von Finanzinstrumenten nicht an die Emittenten weiterzuleiten. CONCEDUS wird die AnlegerIn unverzüglich über die Nichtausführung unterrichten. 
  4. CONCEDUS wird, sofern das Gesetz dies erfordert, von der AnlegerIn Informationen durch ein  gesondertes Dokument einholen, um gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen (etwa die  Angemessenheitsprüfung oder Geeignetheitsprüfung) in Bezug auf Finanzinstrumente oder  Wertpapierdienstleistungen für die AnlegerIn beurteilen zu können. Sofern derartige Prüfungen  gesetzlich nicht (mehr) vorgeschrieben sind, wird CONCEDUS die AnlegerIn schriftlich darüber  informieren, dass keine derartige Prüfung vorgenommen wird. Hat die AnlegerIn mit  CONCEDUS einen elektronischen Kommunikationsweg vereinbart, kann die Information auch  auf diesem Wege mitgeteilt werden, sofern die Art der Übermittlung es der AnlegerIn ermöglicht,  die Information auszudrucken oder in lesbarer Form zu speichern. 
  5. Aufträge jeder Art müssen ihren Inhalt zweifelsfrei erkennen lassen. Nicht eindeutige Aufträge  können nicht gewollte Folgen haben oder zu Verzögerungen bei der Auftragsausführung führen.  Hieraus resultierende Weiterleitungsfehler oder Verzögerungen gehen zu Lasten der jeweiligen  AnlegerIn. Änderungen, Bestätigungen, Rückrufe oder Wiederholungen von Aufträgen müssen  als solche gekennzeichnet sein. Eine Änderung oder ein Rückruf eines Auftrages kann vom  CONCEDUS nur dann berücksichtigt werden, wenn die entsprechende Nachricht so rechtzeitig  zugeht, dass die Berücksichtigung im Rahmen des ordnungsgemäßen Arbeitsablaufes möglich  ist.

6. VERPFLICHTUNGEN IN BEZUG AUF GELDWÄSCHE 

  1. CONCEDUS ist gesetzlich verpflichtet, jegliche Beteiligung an Geldwäscheaktivitäten oder  Terrorismusfinanzierung zu vermeiden. Zu diesem Zweck überprüft CONCEDUS in Ausführung  der geldwäscherechtlichen Sorgfaltspflichten die Identität der AnlegerIn sowie deren  Geschäftsführer, Führungskräfte, Treuhänder oder wirtschaftlichen Eigentümer (falls  zutreffend). 
  2. Die AnlegerIn ist verpflichtet jedwede Beteiligung an Geldwäsche zu unterlassen und ist darüber  hinaus verpflichtet, alle von CONCEDUS angeforderten Informationen und Nachweise  diesbezüglich vorzulegen. Wenn CONCEDUS mit den vorgelegten Informationen für seine  geldwäscherechtliche Prüfung nicht zufrieden ist, kann CONCEDUS zusätzliche Informationen  verlangen. CONCEDUS ist nicht verpflichtet, die Anlagevermittlung oder Anlageberatung zu  erbringen, solange die geldwäscherechtliche Überprüfung nicht zur Zufriedenheit von  CONCEDUS abgeschlossen ist. 
  3. CONCEDUS hat die Pflicht, die zuständigen Behörden zu informieren, sobald verdächtige  Transaktionen festgestellt werden. Unter solchen Umständen kann CONCEDUS  möglicherweise nicht in der Lage sein, die Anlagevermittlung oder die zu erbringen, es sei denn,  es liegt eine vorherige Genehmigung der zuständigen Behörden vor. CONCEDUS kann auch  verpflichtet sein, den Behörden die Kundendaten zu übermitteln. 
  4. CONCEDUS akzeptiert keine Barzahlungen von AnlegerInnen oder von Dritten, die von  AnlegerInnen benannt wurden. 

7. VERTRAGLICH GEBUNDENE VERMITTLER 

  1. CONCEDUS übernimmt die Haftung für die Vertraglich Gebundenen Vermittler, soweit diese  für CONCEDUS die Anlagevermittlung erbringen. Für weitere Dienstleistungen, die die  Vertraglich Gebundenen Vermittler mit den AnlegerInnen vereinbaren, haftet CONCEDUS  nicht. 
  2. Die Möglichkeit der Zeichnung eines Finanzinstrumentes stellt keine Rechts- oder  Steuerberatung durch CONCEDUS dar. Der AnlegerIn wird vor Erwerb von Finanzinstrumenten  dringend geraten, sich in wirtschaftlicher, steuerlicher und rechtlicher Hinsicht, insbesondere  von einem Rechtsanwalt und Steuerberater, beraten zu lassen. 
  3. Soweit Vertraglich Gebundene Vermittler der AnlegerIn nichts anderes mitteilen, erbringt  CONCEDUS ausschließlich die Anlagevermittlung. Insbesondere wird eine Anlageberatung nur  dann von CONCEDUS geschuldet, wenn dies ausdrücklich mit der einzelnen AnlegerIn vereinbart wurde. 
  4. CONCEDUS hat die Erfüllung der geldwäscherechtlichen Sorgfaltspflichten nach § 10 Abs. 1  Nr. 1 bis 4 GwG auf die Vertraglich Gebundenen Vermittler sowie ggf. weitere Drittanbieter übertragen. 

8. HAFTUNG 

  1. CONCEDUS haftet der AnlegerIn unbeschränkt für die Verletzung von Leben, Leib oder  Gesundheit und für Schäden aus der vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verletzung ihrer  vertraglichen Pflichten aus dem Anlagevermittlungs-, Anlageberatungsvertrag sowie bei  Ansprüchen aus dem Produkthaftungsgesetz. 
  2. Darüber hinaus haftet CONCEDUS bei leichter Fahrlässigkeit nur bei Verletzung von  vertragswesentlichen Pflichten, also der Verletzung von Pflichten, deren Erfüllung die  ordnungsgemäße Durchführung des Anlagevermittlungs-, Anlageberatungsvertrag überhaupt  erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf  („Kardinalpflicht“). Bei einer leicht fahrlässigen Verletzung einer Kardinalpflicht ist die Haftung  von CONCEDUS auf solche typischen Schäden und/oder einen solchen typischen Schadensumfang begrenzt, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vorhersehbar waren. 
  3. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch im Falle des Verschuldens des  Vertraglich Gebundenen Vermittlers oder eines Erfüllungsgehilfen von CONCEDUS sowie für  die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Organe von CONCEDUS. 
  4. Für die Wirksamkeit der erworbenen Finanzinstrumente sowie für den wirtschaftlichen Erfolg,  den Ausfall von Zahlungen und das Risiko der Insolvenz der Emittenten haftet CONCEDUS nicht. 
  5. Für die in den Unterlagen der Emittenten gemachten Angaben und Informationen, insbesondere  über Finanzinstrumente, übernimmt CONCEDUS keinerlei Gewähr (siehe hierzu auch Ziff. 4). 
  6. Ist ein Auftrag vom Inhalt her so beschaffen, dass CONCEDUS typischerweise einen Dritten mit  der weiteren Ausführung betraut, so erfüllt CONCEDUS den Auftrag, indem sie ihn im eigenen  Namen an den Dritten weiterleitet (Weitergabe des Auftrags an einen Dritten). In solchen Fällen  beschränkt sich die Haftung von CONCEDUS auf die sorgfältige Auswahl und Instruktion des  Dritten. 
  7. Unbeschadet der vorstehenden Haftungsregelungen ist CONCEDUS nicht für Dienstleistungen  Dritter verantwortlich. CONCEDUS haftet nicht für Schäden oder Kosten und übernimmt auch  keine sonstige Haftung im Fall einer Blockchain-Netzwerk Abschaltung (Downtime),  Unterbrechung, Verzögerung oder eines Blockchain-Netzwerk Systemausfalls, Fehlers, oder  anderer Umstände, die dazu führen, dass der Zugriff auf die Kryptowert der AnlegerIn nicht  möglich ist. 
  8. Für den Fall, dass die AnlegerIn durch eigenes schuldhaftes Verhalten zur Entstehung eines  Schadens beigetragen hat, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in  welchem Umfang CONCEDUS und die AnlegerIn den Schaden zu tragen haben.

9. AUFZEICHNUNG VON TELEFONGESPRÄCHEN / ZUWENDUNGEN 

  1. CONCEDUS ist verpflichtet, Telefongespräche und elektronische Kommunikation (z.B. E-Mail,  Chat, Videotelefonie, Messenger-Dienst) im Zusammenhang mit der Anbahnung/Annahme,  Übermittlung und Ausführung von Aufträgen der AnlegerInnen auf Ton- oder Datenträgern  aufzuzeichnen und aufzubewahren. Dies gilt unabhängig davon, ob diese mit dienstlichen oder  mit privaten Telefonen der Mitarbeiter geführt werden. Diese Pflicht wurde auch auf den  Vertraglich Gebundenen Vermittler übertragen. Eine Kopie der Aufzeichnungen über diese  Gespräche und Kommunikation mit der AnlegerIn wird über einen Zeitraum von fünf Jahren – sofern seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gewünscht – über einen  Zeitraum von sieben Jahren zur Verfügung stehen. 
  2. Vor Beginn der Aufzeichnung von Telefongesprächen hat der Vertraglich Gebundene Vermittler die AnlegerIn über die Zwecke der Aufzeichnung zu informieren und um die Abgabe ihrer Einwilligung zu bitten, es sei denn, die AnlegerIn hat dem Vertraglich Gebundenen Vermittler bereits eine generelle vorherige Zustimmung (Einwilligung) zur Aufzeichnung von  Telefongesprächen erteilt. Die Aufzeichnungen können zu Beweiszwecken in etwaigen  Rechtsstreitigkeiten verwendet werden. 
  3. Im Falle des Erwerbs von Finanzinstrumenten erhält CONCEDUS von dem jeweiligen Emittenten eine Provision. Die genaue Höhe der Provision wird CONCEDUS der AnlegerIn mitteilen, sobald  diese feststeht. CONCEDUS nutzt diese Provisionen dazu, die Qualität der Dienstleistungen zu  Gunsten der AnlegerIn zu verbessern. Für die AnlegerIn ist die Vermittlung und ggfls. die  Beratung der Zeichnung von Finanzinstrumenten durch CONCEDUS kostenfrei. 

10. DATENSCHUTZ, GEHEIMHALTUNG 

  1. Die im Rahmen der Vorstellung und Zeichnung von Finanzinstrumenten erfolgte Verarbeitung  personenbezogener Daten erfolgt unter strikter Wahrung der datenschutzrechtlichen  Vorschriften. Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten dient der Erfüllung der  vereinbarten Dienstleistungen. Nähere Informationen hierzu finden sich in den  Datenschutzhinweisen, hier abrufbar. 
  2. Die AnlegerIn hat die Inhalte der erworbenen Finanzinstrumente vertraulich zu behandeln.  Informationen über Emittenten sind nur für die mit der Vorstellung und Zeichnung von  Finanzinstrumenten verfolgten und in diesen AGB genannten Ziele zu nutzen. 
  3. CONCEDUS ist zur Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen  verpflichtet, von denen CONCEDUS Kenntnis erlangt. Informationen über die AnlegerIn darf  CONCEDUS nur weitergeben, wenn gesetzliche Bestimmungen dies gebieten oder die  AnlegerIn eingewilligt hat.

12. BESONDERHEITEN BEI DER BERATUNG VON FINANZINSTRUMENTEN 

Nur wenn ein Vertraglich Gebundener Vermittler der AnlegerIn dies ausdrücklich mitteilt, kommt  zwischen der AnlegerIn und CONCEDUS ein Beratungsvertrag zu Stande. In diesem Fall schuldet  CONCEDUS eine an den Anlagezielen der AnlegerIn ausgerichtete Beratungsleistung einschließlich  Geeignetheitsprüfung. CONCEDUS wird hierbei vom Vertraglich Gebundenen Vermittler vertreten. 

13. STREITSCHLICHTUNG 

CONCEDUS ist keiner freiwilligen (privaten) Schlichtungsstelle zur alternativen Streitbeilegung  angeschlossen. Für Streitigkeiten zwischen CONCEDUS und AnlegerInnen in Zusammenhang mit  Finanzdienstleistungen ist grundsätzlich die Schlichtungsstelle der Bundesanstalt für  Finanzdienstleistungsaufsicht (Referat ZR 3 Graurheindorfer Straße 108, D-53117 Bonn, Fon: 0228 /  4108-0; Fax: 0228 / 4108-62299 E-Mail: schlichtungsstelle@bafin.de) zuständig. Weitere Informationen:  https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/BeschwerdenStreitschlichtung/StreitschlichtungBaFin/StreitschlichtungBaFin_node.html 

Bei Streitigkeiten CONCEDUS und einer AnlegerIn im Zusammenhang mit u.a. Fernabsatz von  Finanzdienstleistungen, ist die Schlichtungsstelle bei der Deutschen Bundesbank zuständig. Weitere  Informationen: https://www.bundesbank.de/de/service/schlichtungsstelle/-/organisation-und zustaendigkeit-613610 

Im Übrigen beim Online-Einkauf: Europäische Online-Streitbeilegungsplattform. Weitere Information:  http://ec.europa.eu/consumers/odr/  

14. SCHLUSSBESTIMMUNGEN 

  1. Änderungen dieser Geschäftsbedingungen werden dem Anleger spätestens zwei Monate vor  dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform angeboten. Hat der Anleger  mit CONCEDUS im Rahmen der Geschäftsbeziehung einen elektronischen  Kommunikationsweg vereinbart, können die Änderungen auch auf diesem Wege angeboten  werden. Der Anleger kann den Änderungen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres  Wirksamwerdens entweder zustimmen oder sie ablehnen. 
    Für Änderungen dieser Geschäftsbedingungen, die auf der Umsetzung gesetzlicher Änderungen, auf denen
    1. die Bestimmungen dieses  Vertrags, 
    1. unmittelbar diesen Vertrag betreffende Änderungen der Rechtsprechung, der  Aufsichtspraxis der zuständigen Aufsichtsbehörden/der BaFin; 
    2. der Unwirksamkeit einer Klausel, die nicht durch dispositives Gesetzesrecht geschlossen werden kann, oder 
    3. rein sprachlichen Änderungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen; 
      beruhen, gilt die Zustimmung des Anlegers als erteilt, wenn er seine Ablehnung nicht vor dem  vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen angezeigt hat. Dies gilt nicht  für die Änderung von Hauptleistungen (z.B. Entgelte). Auf diese Genehmigungswirkung wird ihn  CONCEDUS in dem Angebot besonders hinweisen. Werden dem Anleger Änderungen  angeboten, kann er den Vertrag vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der  Änderungen auch fristlos und kostenfrei kündigen. Auf dieses Kündigungsrecht wird ihn  CONCEDUS in dem Angebot besonders hinweisen.  
  2. Diese AGB und das Rechtsverhältnis zwischen CONCEDUS und der AnlegerIn unterliegen dem  Recht der Bundesrepublik Deutschland.  
  3.  Sofern es sich bei der AnlegerIn um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen  Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle  Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen der AnlegerIn und CONCEDUS der Sitz von  CONCEDUS. 
  4. Sollten sich einzelne Bestimmungen dieser AGB als ungültig oder undurchführbar erweisen, so  wird dadurch die Gültigkeit der AGB im Übrigen nicht berührt. In einem solchen Fall sind die  Parteien verpflichtet, die ungültige oder undurchführbare Bestimmung durch diejenige  gesetzlich zulässige Bestimmung zu ersetzen, die den Zweck der ungültigen oder  undurchführbaren Bestimmung, insbesondere das, was die Parteien gewollt haben, mit der  weitestgehend möglichen Annäherung erreicht. Entsprechendes gilt, wenn sich bei  Durchführung der AGB eine ergänzungsbedürftige Lücke ergeben sollte. 

1 Alternative Investmentfonds. 
2 Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren.

Ende der Allgemeinen Vertragsbedingungen